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McDonald’s Deutschland veröffentlicht vierte Ausbildungsstudie "Kinder der Einheit"

News   •   Sep 19, 2019 14:16 CEST

Die vierte McDonald’s Ausbildungsstudie thematisiert die Erwartungen und Wünsche der 14 bis 25-jährigen jungen Menschen in Deutschland an ihre berufliche Zukunft. Auch 30 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer sieht die junge Generation nach wie vor große Unterschiede bei den beruflichen Chancen in den neuen und alten Bundesländern.

Wahlverhalten, Bevölkerungsentwicklung, Wirtschaftskraft – es gibt viele Faktoren, an denen sich zeigt, dass es fast 30 Jahre nach der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten immer noch erhebliche Differenzen zwischen Westdeutschland und Ostdeutschland gibt. Ein ähnliches Bild zeichnet sich nun auch bei der Nachfolgegeneration ab, die die Teilung Deutschlands nur aus Schulbüchern oder Erzählungen kennt. Das spiegeln die Ergebnisse der vierten McDonald’s Ausbildungsstudie wieder, die das Institut für Demoskopie Allensbach (IfD) im Auftrag von McDonald’s Deutschland durchgeführt hat.

Berufliche Perspektive schlägt Heimatgefühle
Insgesamt erscheint Westdeutschland für die große Mehrheit von 87 Prozent der Befragten als attraktiver Arbeits- und Ausbildungsort. Dabei unterscheidet sich die Einschätzung zwischen Jugendlichen in Ost und West kaum. Anders sieht es in der Bewertung des Ostens aus. So finden immerhin noch 64 Prozent der ostdeutschen jungen Erwachsenen, dass ihre Region zum Arbeiten oder für eine Ausbildung ein attraktiver Standort sein kann, aber nur knapp ein Drittel der westdeutschen Befragten teilt diese Meinung. Die hohe Attraktivität Westdeutschlands gründet sich vor allem auf dem Eindruck guter Verdienstmöglichkeiten, einem großen Angebot an Arbeitsplätzen sowie einer vermuteten, hohen Lebensqualität. Ostdeutschland hingegen überzeugt wegen des verfügbaren Wohnraums sowie des guten Angebots an Kinderbetreuungsmöglichkeiten. Auch die besseren beruflichen Zukunftschancen sehen die jungen Menschen mehrheitlich im westlichen Teil des Landes. Lediglich 2 Prozent der Ostdeutschen sehen hier ihre Region im Vorteil. Das eher verhaltene Urteil der jungen Ostdeutschen über die beruflichen Perspektiven in ihrer Region steht in deutlichem Kontrast zu ihrem Wunsch, am liebsten in der Heimatregion wohnen zu bleiben.
Denn obwohl knapp 60 Prozent gerne in ihrer Region bleiben würden, sind immerhin 45 Prozent aufgrund der besseren wirtschaftlichen Perspektive im Westen bereit dorthin umzuziehen. Umgekehrt kommt nur für 21 Prozent der Westdeutschen ein Umzug in den Osten der Republik in Frage.