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Mak-Pak bei Nordsee: Nachhaltige Verpackungslösung aus Makroalgen

News   •   Feb 19, 2020 09:47 CET

März 2018 fiel der Startschuss für das zweijährige Forschungsprojekt Mak-Pak des Alfred-Wegener-Instituts (AWI), der Hochschule Bremerhaven und NORDSEE, Europas Kompetenz- und Qualitätsführer in der Fisch-Systemgastronomie. Ziel dieses Projekts ist es, eine aus Algen produzierte Verpackung für den Außer-Haus-Verzehr herzustellen, die kompostierbar und sogar essbar ist. Die ersten beiden Konsumententests gab es jetzt am 12. und 13. Februar in den NORDSEE Filialen in Bremerhaven und Bremen.

Nach knapp zwei Jahren gemeinsamer Entwicklung, ist der erste Prototyp aus Makroalgen fertiggestellt: Das ca. 10 x 10 cm große Algenblatt konnte am vergangenen Mittwoch erstmals von Kunden in Bremerhaven auf Haptik, Geruch, Konsistenz, Aussehen und Geschmack getestet werden. Eine aus Algen produzierte Verpackung für den Außer-Haus-Verzehr zu entwickeln, stieß in der Filiale auf viel positive Resonanz. „Ich finde den Nachhaltigkeitsgedanken durch die Essbarkeit und Bioabbaubarkeit zukunftsweisend. Erstaunt war ich, dass das Algenmaterial so dünn und stabil ist. Das hätte ich nicht gedacht“, so ein 55-jähriger Gast während des Kundentests.


Bis die Verpackung regulär bei NORDSEE angeboten wird, werden noch zwei bis drei Jahre vergehen. In einem geplanten Folgeprojekt wird der Prototyp für die industrielle Herstellung weiter optimiert.

„Wir freuen uns sehr über den ersten Prototypen und das positive Feedback unserer Gäste. Es ist uns sehr wichtig, dass die Verpackungen für den Außer-Haus-Verzehr aus nachwachsenden und nachhaltigen Rohstoffen sind, um Umwelt und Ressourcen zu schonen“, sagt Andreas Gertzobe, Geschäftsführer NORDSEE GmbH.

Nordsee

Andreas Gertzobe, Geschäftsführer NORDSEE GmbH

Interessenten können sich vom 14.02. bis 13.06. in der aktuellen Ausstellung „HOCH HINAUS“ im Bremer Haus der Wissenschaft weiter über das Mak-Projekt informieren. Die Ausstellung widmet sich der Forschungsarbeit der Hochschule Bremerhaven und der Hochschule Bremen. Insgesamt stellt die Ausstellung sieben innovative Projekte aus beiden Hochschulen des Landes Bremen vor.